Geschichte
Meilensteine unserer Vereinsgeschichte
Eckdaten
1885: Gründung eines Verschönerungsvereins, um den „Aufenthalt für Einheimische und Fremde möglichst angenehm zu machen“ als Vorläufer des Schwarzwaldvereins, Sektion Donaueschingen
1888: Gründung des Schwarzwaldvereins, Sektion Donaueschingen, durch die Mitglieder des Verschönerungsvereins
1945: Verbot des Vereins durch das Hitler-Regime
1955: Wiedergründung des Schwarzwaldvereins Donaueschingen
1967: Auflösung des Ortsvereins aufgrund des Todes des damaligen Vorsitzenden Dangelmaier
1985: Wiedergründung des Schwarzwaldvereins Donaueschingen
2025: 40-jähriges Vereinsjubiläum seit der Wiedergründung; insgesamt blicken wir auf 109 Jahre Schwarzwaldverein zurück.
1888 bis 1945: die ersten 57 Jahre
1888:
Gründung des Schwarzwaldvereins Donaueschingen durch die Mitglieder des Verschönerungsvereins mit dem Ziel, die touristische Entwicklung durch das Anlegen und Markieren von Wanderwegen zu fördern. Die Schwarzwaldbahn wurde 1873 fertiggestellt und die Bahnstrecke ermöglichte einen bedeutenden Zugang für Touristen und Gastwirte in den Schwarzwald.
Zugleich erfolgte die Umwandlung des Ackerfelds zwischen der Brigach und dem ehemaligen Kasernengelände in einen Erholungswald „Am Buchberg“. Der Verein investierte damals in etwa so viel wie ein Einfamilienhaus kostete.
1900:
Die Protokolle um die Jahrhundertwende besagen, dass neue Wege angelegt, Denkmale errichtet, Bänke aufgestellt und als besondere Leistung ein Fußpfad von Donaueschingen zur Nachbarstadt Bräunlingen angelegt wurde. Des Weiteren wurde ein Führer durch Donaueschingen herausgegeben und 600 Drucke des „Alpenpanoramas vom Schellenberg“ hergestellt und verkauft.
1905:
Erschließung der Gauchachschlucht zwischen Döggingen und der Mündung der Wutach unter dem damaligen Vorsitzenden Hofapotheker Wilhelm Baur. Beim Anlegen des Wanderweges wurden Galerien in den Felsen gesprengt. Die Sprengungen nahmen die italienischen Mineure vor, die zu dieser Zeit den Dögginger Tunnel für die Höllentalbahn gruben.
Zudem erfolgte die Herstellung einer Schautafel mit dem Alpenpanorama vom Schellenberg gemäß der bereits vorhandenen Panoramakarte.
1955 bis 1967: die nächsten 12 Jahre
1955:
Wiedergründung des Schwarzwaldvereins durch den Ingenieur Dangelmaier.
1967:
Auflösung des Ortsvereins aufgrund des Todes des damaligen Vorsitzenden Dangelmaier. Die zu diesem Zeitpunkt noch verbliebenen Mitglieder schlossen sich teils dem Turnverein Donaueschingen und teils dem Schwarzwaldverein Villingen an oder agierten als autonome Wandergruppe.
1985 bis 2025: die weiteren 40 Jahre
1985:
In einer recht turbulenten Versammlung am 28. März 1985 wurde gegen die ablehnende Haltung der genannten Wandergruppe die Neugründung beschlossen und in der ersten ordentlichen Mitgliederversammlung am 25. April desselben Jahres durch 18 Mitglieder bestätigt. Als 234. Mitglied wurde der Ortsverein in den Hauptverein aufgenommen.
Ein besonderer Glücksfall erwies sich die Wahl von Tilman von Kutzleben zum 1. Vorsitzenden. Mit seiner Erfahrung als damaliger stellvertretender und späterer Hauptfachwart für Heimatpflege im Hauptverein verlieh er dem jungen Ortsverein die nötigen Impulse.
1986:
Unterstützung bei der Überdachung des Kanadierstegs in der Gauchachschlucht; Aufnahme des Naturschutzstreifendienstes.; Initiative zur Verlegung der langen Schleife der Hubertusloipe zum Schutz des Auerwildvorkommens.
1989:
Übernahme der jährlichen Pflege der Reckhölderlewiese (bis Ende 2024 für insgesamt 35 Jahre).
1990:
Übernahme der Betreuung der Wanderwege in der Gauchachschlucht.
1993:
Helmut Limberger erhält den Umweltpreis des Hauptvereins für die Organisation der Ostwegwandertouren mit An- und Abreise ausschließlich mit ÖPNV.
1995:
Erneuerung einer durch Hochwasser zerstörten Brücke in der Gauchachschlucht; Wiederherstellung des alten Festplatzes hinter dem Jägerhaus sowie Renovierung des dort vorhandenen Kreuzes.
1997:
Einweihung der neuen Beschilderung des Querwegs „Breisach-Donaueschingen“ am Bahnhof in Donaueschingen.
1999:
Erarbeitung eines Wanderprogramms mit Schwerpunkt Schweiz (Halbtax-Abo).; Bepflanzungsaktion und Pflege des Biotops Aasemer Dorfbach, das für den Vogelzug von Sibirien nach Afrika bedeutsam ist (bis Ende 2013 für insgesamt 14 Jahre).
2000:
Ausrichtung der 131. Hauptversammlung; Erstellung der ersten eigenen Homepage.
2001:
Übernahme der Patenschaft für den „Heckenerlebnispfad“ in Bräunlingen (bis Ende 2013 für insgesamt 12 Jahre)
2002:
Renovierung des Alpenpanoramas auf dem Schellenberg.
2004:
Umsetzung des neuen Wegesystems mit den Rauten auf den Gemarkungen Donaueschingen und Hüfingen; Abschluss von Verträgen über die Wegepflege mit den Gemeinden; Einführung von Wegepatenschaften zur Betreuung des umfangreichen Wegenetzes.
2005:
Umsetzung des neuen Wegesystems auf der Gemarkung Bräunlingen.
2006:
Beginn der Freundschaft mit dem Vogesenclub Saverne – seither wird alle 5 Jahre der Wanderstock zwischen Saverne und Donaueschingen hin und her getragen.
2010:
Pflanzung des Lindenbaumes auf dem Schellenberg, der zum 25. Vereinsjubiläum vom Vogesenclub Saverne übergeben wurde.
2013:
Etablierung der wöchentlichen Gesundheitswanderungen durch Sofie Lautemann. Am 08.08.2024 fand die 500. Gesundheitswanderung statt.
2014:
Übernahme der jährlichen Pflege der Sperbelhalde und des Hüfinger Orchideenwaldes.
2017:
Beginn der Kooperation mit der Trekkingklasse der Realschule.
2021:
Um nach außen als moderner Verein mit Corporate Identity aufzutreten, wurden die Wanderführer, Wegepaten, Heftausträger und anderweitig Engagierte mit Softshelljacken und Poloshirts im Schwarzwaldvereins-Design ausgestattet.
2022:
Abschluss neuer Verträge über die Wegepflege mit den Städten der Quellregion Donau; Pflanzung einer Friedenslinde am Donauursprung aus Anlass des Ukrainekrieges.
2024:
Einführung einer neuen digitalen Wegeverwaltung, einschließlich der elektronischen Dokumentation aller Wegweiser in der Quellregion Donau.
2025:
Abschluss des Partnerprogramms mit Radsport Renz und Schuh- und Sport Bombeiter; Initiierung einer Zusammenarbeit der Realschule mit der Abteilung Hochwasserschutz und Gewässerökologie sowie deren Begleitung zur Naturparkschule – Pflanzung von 800 Schwarzpappel-Setzlingen.